Zahlungsarten für Restaurants – welche passt zu deinem Betrieb?

“Kann ich bei euch mit Karte zahlen?“ – für viele Gäste keine Frage mehr, sondern selbstverständlich. Klar, dass Restaurants und andere gastronomische Betriebe vermehrt auf bargeldlose Bezahlungen setzen, wenn nicht sogar komplett umsteigen. Wenn du zu denjenigen gehörst, die sich deshalb gerade im Dschungel der modernen Zahlungsmethoden zurechtfinden müssen, dann bist du bei unserer Übersicht genau richtig.

TL; DR

 

  • In der Gastronomie ist bargeldloses Bezahlen neuer Standard. Der Vergleich zwischen Bargeld, Kartenlesegeräten, Mobile Payment und QR-Code-Zahlungen zeigt Vor- und Nachteile: 
    • Bargeld bietet Anonymität, ist jedoch langsam und fehleranfällig. 
    • Kartenlesegeräte ermöglichen schnelle Transaktionen, haben aber Kosten und begrenzte Integration. 
    • Mobile Payment ist bequem, aber abhängig vom Smartphone. 
    • QR-Code-Bezahlung ist kostengünstig, erfordert jedoch Integration ins Kassensystem. 
  • Datenschutz bei QR-Code-Bezahlungen unterliegt strengen Regeln und großem Schutz – wie allen digitalen Technologien. 
  • Die ideale Lösung ist oft eine Kombination verschiedener Zahlungsarten, abhängig von den Bedürfnissen deines Restaurants und deiner Gäste. 
  • Flexibilität und das richtige Gleichgewicht sind entscheidend für deinen langfristigen Erfolg.
  • Entdecke die Zukunft des bargeldlosen Bezahlens.

Deine Gäste wollen nicht bezahlen!

 

Vor der Pandemie war vieles anders; analoger; langsamer. Viele haben sich während dieser Zeit jedoch an digitale und schnelle Lösungen im Alltag gewöhnt (bargeldlos an der Supermarktkasse, digitale Check-ins, Bahntickets in der App etc.). 

 

Heute fällt es ihnen umso schwerer, die Nachteile analoger Prozesse zu akzeptieren. Zum Beispiel langes Warten für das Bezahlen im Restaurant zu Stoßzeiten.  

 

Bargeldloses Bezahlen ist nicht mehr nur Trend, sondern eine gesellschaftliche Bewegung. 

 

Was du dir als Betreiber:in eines gastronomischen Betriebs außerdem vor Augen führen musst: Deine Gäste wollen natürlich gar nicht erst bezahlen. Es ist das zu akzeptierende Übel, um gutes Essen, zuvorkommenden Service und eine entspannte Zeit genießen zu können. 

 

Sie wollen das Bezahlen also schnell „hinter sich bringen“ – ohne Umschweife, dafür mit größtmöglichem Komfort. 

 

Damit das reibungslos funktioniert in einer Zeit, zu der deine Gäste wie nie zuvor nahtlose und effiziente Abläufe erwarten, stellt sich für dich natürlich die Frage:  

 

Welche Zahlungsarten soll ich in meinem Restaurant anbieten, die zu mir und meinen Gästen passt? 

 

Das hängt von verschiedenen Faktoren in deinem Betrieb ab. Unser Überblick kann dir helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die richtige digitale Balance finden – aber wie?

 

Die klassischen Zahlungsarten im Restaurant sind natürlich „bar oder mit Karte“. Darüber hinaus gibt es aber schon länger digitalere Tendenzen – Stichwort „Mobile Payment“ und „QR-Code-Bezahlung“. Doch nur, weil das in anderen europäischen Ländern (Dänemark!) schon gang und gäbe ist, heißt das nicht, dass digitale Lösungen auch für deinen Betrieb gut sind.

 

Hier lautet, wie fast immer im Leben, die höchste Maxime: Fortschritt um des Fortschritts willen ist Verschwendung. Wichtiger ist, ob sie dir in deiner Umgebung zu deinen Bedingungen weiterhilft.

 

Deine perfekte Bezahlungsstrategie hängt also von den individuellen Bedürfnissen deines Restaurants und den Präferenzen deiner Gäste ab. Wenn deine Kundschaft gerne vorwiegend bar bezahlt, ist es sinnlos, ihr digitale Screens aufzuzwingen. Wenn deine Gäste gerne mit ihren Handys in der Hand in dein Bistro kommen, können dich Mobile Payment und QR-Codes beliebt machen.

 

Meistens ist eine Kombination verschiedener Möglichkeiten die beste Lösung, um allen und jedem gerecht werden zu können. 

Die Klassiker: Bargeld und Kartenlesegeräte

Die traditionellen Zahlungsmethoden in deutschen Restaurants.

Vorteile und Nachteile von Bargeld

 

Bargeld ist alt, aber wie lange es Bargeld noch geben wird, ist heiß diskutiert. Die Europäische Zentralbank zum Beispiel arbeitet am “Digitalen Euro”, der wie Bargeld, nur digital funktionieren soll. Solange es aber beim Planen bleibt, lohnt es sich, die wichtigsten Vor- und Nachteile von Bargeld zu kennen.

VORTEILE VON BARGELD

 

  • Das Bezahlen ist anonym. Das ist einigen Menschen sehr wichtig. 
  • Keine technischen Hürden während des Bezahlens und unabhängig von Strom und Internet 
  • Keine Transaktionsgebühren 
  • Bargeld ist ein universelles Zahlungsmittel und wird von praktisch allen akzeptiert.

NACHTEILE VON BARGELD

 

  • Kostet Einzahlungsgebühren 
  • Das Bezahlen dauert länger (vor allem bei größeren Gruppen). Das kann den Restaurantbetrieb aufhalten. 
  • Bargeld ist im Nachhinein zeitintensiv (Einzahlung, Abrechnung …). 
  • Besonders fehleranfällig (falscher Rechnungsbetrag, Wechselgeld …), was Gäste schnell unzufrieden stimmt 
  • Bargeld ist unhygienisch (bis zu 3.000 Bakterien pro Schein oder Münze)
  • Sicherheitsrisiken wie Verlust, Diebstahl etc.

Vorteile und Nachteile von Kartenterminals

 

Kartenlesegeräte sind die Klassiker unter den Bargeld-Alternativen. Es gibt sie mobil (GPRS), stationär (verkabelt mit dem Kassensystem) und WLAN- und Bluetooth-fähig (per App mit dem POS verbunden).

 

Sie haben unterschiedliche Einsatzfähigkeiten, z.B. sind WLAN-Geräte vor allem für die Gastronomie praktisch, während stationäre Geräte vor allem an Supermarktkassen zum Einsatz kommen.

 

Entsprechend unterscheiden sich auch deren Vor- und Nachteile je nach Einsatzgebiet – dennoch hier ein paar allgemeinere Punkte, die du insgesamt beachten solltest.

VORTEILE VON KARTENLESEGERÄTEN

 

  • Schnelle Bezahlung (sofern alle Integrationen und äußeren Umstände mitspielen) 
  • Mehr Zahlungsarten für Gäste (EC-Kartenzahlung, Kreditkarten, Debitkarten …) führen zu mehr Umsatz und zufriedeneren Gästen 
  • Transparente Abrechnungen (v.a. für eine lückenlose Buchhaltung wichtig).  
  • Sicherheit (interne Betrugsprävention)

NACHTEILE VON KARTENLESEGERÄTEN

 

  • Ggf. Wartezeiten (durch die manuelle Eingabe, PIN, Verbindung zur Kasse). Wird in Stoßzeiten schnell problematisch. 
  • Begrenzte Integration mit modernen POS-Systemen und anderen Softwarelösungen 
  • Strom- und Internet-abhängige Bezahlung 
  • Kosten (Anschaffung, Miete, Druck, Transaktionsgebühren …)

In Anbetracht dieser Grenzen suchen viele Betreiber:innen nach innovativen Lösungen wie der Kombination von QR-Code-basierten Zahlungen und moderneren Kartenlesegeräten, um die Effizienz, Sicherheit und Flexibilität ihrer Zahlungsarten in ihren Restaurants zu verbessern.

Die Neuen: Mobile Payment und QR-Code-Bezahlung

Moderne Alternativen für eine digitalere Art zu bezahlen.

 

Was ist Mobile Payment?

 

Mobile Payments sind Bezahlungen, die man mit dem “Mobil”Telefon, also Smartphones und ggf. auch Tablets durchführen kann. Damit das kontaktlose Bezahlen an der Kasse funktioniert, müssen diese Geräte NFC-fähig oder eine Bezahl-App installiert sein.

VORTEILE VON MOBILE PAYMENT

 

  • Bequemes Bezahlen für Gäste (einfach über Smartphones, ohne Karten oder Bargeld) 
  • Schnelle Bezahlung, weil die Transaktionen in Echtzeit stattfinden 
  • Kontaktlos und damit hygienisch 
  • Sichere Bezahlungen (wenn ein paar Dinge beachtet werden) 
  • Vielseitig einsetzbar, weil es verschiedene Technologien unterstützt (NFC, QR-Codes, mobile App) 
  • Entspricht dem Fortschritt (immer weniger Leute haben Bargeld im Portmonnaie, dafür immer ihr Handy dabei). 

NACHTEILE VON MOBILE PAYMENT

 

  • Auf das mobile Endgerät angewiesen, um bezahlen zu können (Akku, Internet etc. spielen hier eine Rolle) 
  • Die Rückerstattung ist nicht so einfach wie bei Bargeld 
  • Nicht durchgängig barrierefrei (für ältere Bevölkerungsgruppen etc.)

Wie bezahlt man per QR-Code?

 

Zahlen per QR-Code ist eine Unterart des Mobile Payment und vor allem für Restaurants und Betriebe mit intensiven Stoßzeiten (z.B. zum Lunch) praktisch. Denn dabei scannen die Gäste einfach den QR-Code auf ihrer Rechnung oder an der Kasse und bezahlen mit ein paar Klicks via gespeicherter Zahlungsart. 

VORTEILE VON QR-CODES

(Zusätzlich zu denen von Mobile Payment)

 

  • Benötigt kein zusätzliches Gerät (wie Kartenlesegeräte oder Scanner o. Ä.) → Die Gäste benötigen ausschließlich ihr Handy, dein Betrieb nur QR-Codes. 
  • Geringe Transaktionskosten (im Vergleich zu anderen kontaktlosen Zahlungsmethoden) 
  • Leichte Integration mit anderen digitalen Services

NACHTEILE VON QR-CODES

(zusätzlich zu denen von Mobile Payment)

 

  • Noch eine gewisse Hemmschwelle unter Gästen (hinsichtlich Benutzung und Datenschutzbedenken → siehe hierzu den Infokasten) 
  • Ggf. Kompatibilitätsprobleme (wenn Gast und Restaurant unterschiedliche Systeme verwenden) 
  • Abhängig von Integration ins Kassensystem (funktioniert nicht ohne!) 

Die Akzeptanz von QR-Code-Zahlungen hängt von der Zielgruppe deines Lokals und den lokalen Marktgegebenheiten ab. Wenn du die Implementierung aber gut durchdenkst, kann diese Zahlungsart in deinem Restaurant viel zu einem reibungslosen und effizienten Zahlungserlebnis für dich und deine Gäste beitragen.

Datenschutz bei QR-Code-Bezahlungen

 

Vorweg ist wichtig: Überall dort, wo sensible Personendaten wie Bankdaten in die Verantwortlichkeit von Unternehmen (und v.a. Zahlungsdienstleistern) gelegt werden, ist Vorsicht besser als Nachsicht. Jedes Unternehmen verpflichtet sich damit, gegenüber seinen Kund:innen klare Datenschutzrichtlinien zu kommunizieren und einzuhalten. 

 

Im Fall von QR-Code-Bezahlungen ist deshalb die Technologie an sich darauf ausgerichtet, Sicherheit und Datenschutz zu gewährleisten: 

 

  • Zustimmung erforderlich: Der Gast muss aktiv zustimmen, den QR-Code zu scannen und für die Transaktion zu verwenden. Diese Zustimmung impliziert dessen Einwilligung zur Verarbeitung der erforderlichen Zahlungsinformationen.  
  • Keine Identifizierung notwendig: QR-Code-Bezahlungen erfordern normalerweise keine Identifizierung des Gastes, insbesondere bei kleinen Transaktionen. Das heißt, dass keine persönlichen Daten wie Name oder Kontonummer im Zahlungsvorgang selbst erfasst werden.  
  • Nur Infos über tatsächliche Transaktion: Manche glauben, dass man mit dem Scan eines Zahlungs-QR-Codes mehr als die erforderlichen Zahlungsdaten preisgibt. Das stimmt so nicht, denn per QR-Code werden lediglich die Infos ans Smartphone übertragen, die für die tatsächliche Transaktion gebraucht werden (Rechnungsbetrag, Identifikationsnummer etc.).  
  • App hat nur kurzfristigen und begrenzten Zugriff: Auch die App, mit der die Bezahlung getätigt wird, kann für die Bezahlung nur begrenzt und kurzfristig auf die Daten zugreifen, die eigenständig von der Benutzer:in hier hinterlegt sind – und auch das nur im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen. 
  • Etablierte Verschlüsselungsstandards: Moderne Zahlungssysteme, einschließlich QR-Code-Bezahlungen, verwenden etablierte Verschlüsselungsstandards, um die Sicherheit der übermittelten Daten zu gewährleisten. Das minimiert das Risiko von Datenschutzverletzungen während der Übertragung. 

 

Achtung: Wie jede digitale Technologie können auch QR-Codes für kriminelle Zwecke ausgenutzt werden, z.B. per heimlich überklebtem Code auf einem Tisch, der auf eine Phishing-Seite führt. Wenn du die Codes aber nicht ausdruckst, sondern digital für deine Gäste zur Verfügung stellst, ist ein Hack dieser Codes sehr aufwändig – und damit den meisten ambitionierten Hackern da draußen nicht zwingend wert. 

Die ideale Lösung: deine persönliche Kombination

 

Gerade in der Gastronomie, wo viele verschiedene Menschen mit verschiedenen Ansprüchen, Vorlieben und Gewohnheiten auf dich treffen, ist die richtige Kombination entscheidend. Weil du aber nicht nur deine Gäste, sondern auch dein Team und dich selbst damit unterstützen willst, sind hier ein paar Szenarien, die dir verdeutlichen, wann sich welche Zahlungsarten im Restaurant lohnen.

 

  • Du hast viele verschiedene Gäste. Technikaffine Millennials und traditionelle Senioren, alle besuchen deinen Laden? Dann stellst du sie alle mit möglichst vielfältigen Zahlungsmethoden zufrieden – und sicherst dir automatisch mehr Umsatz. 
  • Dich besuchen viele Tourist:innen. Gerade dann können dir viele verschiedene Zahlungsarten in deinem Restaurant dabei helfen, internationalen Gästen Zahlungen anbieten zu können. 
  • Du hast intensive Stoßzeiten. Wenn du z.B. zur Mittagszeit viele Bestellungen bewältigen musst, hält dich Bargeld vor allem auf und begünstigt Hektik und Stress in deinem Team und Unzufriedenheit bei deinen Gästen. Hier sind mobile und kontaktlose Zahlungen mit Karte oder QR-Code viel effizienter. 
  • Du veranstaltest viele Events und Pop-up-Erlebnisse. Auch hier sind selbstständige Zahlungsmethoden geschickter als reine Kartenterminals oder Bargeld, um den Gästen ihr Erlebnis so nahtlos wie möglich zu machen. 
  • Du bist ein traditionelles Restaurant mit Stammgästen. Wenn du überwiegend lokale Stammgäste bewirtest, ist die klassische Kombination aus Bar- und Kartenzahlung die passendere Wahl als schnelle Mobile Payment-Methoden. 

Fazit: Die goldene Mitte finden ist nicht einfach

 

Die perfekte Zahlungsart für dein Restaurant ist die, die deinem Geschäftstyp, deinen Gästen und deinen individuellen Bedürfnissen entspricht. Dabei flexibel zu bleiben ist aber trotzdem der Schlüssel zu langfristigem Erfolg – denn die Zahlungslandschaft wandelt sich mit neuen Technologien und ständig ändernden Gästeerwartungen sowieso.

 

Deshalb heißt es für dich: Informieren, am Ball bleiben, implementieren und rechtzeitig reagieren. Das ist viel Arbeit, aber mit den richtigen Partnern an deiner Seite schaffst du ein perfektes Zahlungserlebnis für dich und deine Gäste.

Wecke das schlummernde Potenzial in deinem Restaurant!

Lerne jetzt luca Terminals kennen – die Zukunft des bargeldlosen Bezahlens.